HIOB 32/20

„Ich muß reden, daß ich mir Luft mache; ich muß meine Lippen auftun und antworten.“

Vortrag von Nina

with 2 comments

Ich habe meine Aufzeichnungen über die SMX aus der Schublade geholt. Irgendwas wollte ich noch anmerken. Beispielsweise zum Vortrag von Nina Bauman. Nina macht zumindest bei der Optimierung von Conrad (wenn sie das macht) einen ordentlichen Job. Aber der Vortrag im Rahmen der SMX war schwach – finde ich.

Warum? Darum …

Erstens ihre Einschätzung zum Verhältnis OnPage / OffPage. Nina meint 40:60. Jeder darf seine Meinung haben, keine Frage. Aber liebe Nina. Es funktioniert immer noch, das Google Bombing. Warum sollte auf OnPage also eine Gewichtung von 40 Prozent entfallen? Aber egal.

Schön beschreibst Du auch, dass Yigg nichts bringt anhand Deines Linkspiels. Auch nichts dagegen einzuwenden gegen diese Aussage. Für echten Linkbait ist Deutschland zu klein. DU schreibst ja selbst dass YIGG nicht einmal 3.000 aktive User pro Woche hat.

Dann komt aber das, was mich eigentlich an Deinem Vortrag gestört hat. Du stellst die Ente sekko.nl als gelungenen Linkbait hin. Warum bitte? Es wurden 410 Backlinks generiert, das meiste aus Blogs (und wir wissen um den Halb-Zeit-Wert von Links aus Blog-Artikeln). Was haben wir also als echtes Resultat? Kein Verkauf, keine Kundenbindung, eine Domain mit sinnlosen Backlinks (da Linktext Schrott). Der dahinter stehende Aufwand war weitaus großer als die 1,5 Stunden, die von Dir angegeben wurden. Einigen wir uns lieber mit der ganzen Planung etc. pp. auf eine minimale Untergrenze von 40 Stunden. Was ist Dein Stundensatz, den Du bei Kunden verrechnest? 100 Euro nehme ich einmal ganz grob an. Ohne Taschenrechner: 40h x 100 Euro/h = 4.000 Euro. Oder die Praktikantin 40h x 10Euro/h = 400 Euro. Sag mal Nina, der Tandler kauft doch immer so gut Domains ein. Frag ihn doch mal was für Schnäppchen man teilweise für 400 Euro bekommt, von 4.000 Euro ganz zu schweigen. Und nun erkläre mir mal warum Du das dann als Erfolg verkaufst. Weil es gerade hipp ist und Du auf der Messe sprechen wolltest?

Ein süßen Köpfchen hast Du ja und es steckt mehr drinnen als Du da gezeigt hast. Das nächste mal erwarte ich mehr für die 700 Euro Eintrittsgeld (das Schmerzensgeld für manches Dummgelabere von so genannten SEOs noch gar nicht eingerechnet).

NACHTRAG: Ach Nina, OnPage macht 40 Prozent der Optimierung aus, wie Du sagst. Dann solltest Du schleunigst die Umlaute im Blog korrigieren: http://blog.onetomarket.de/smx-munchen-ruckblick/ Dafür gibt es schickes Plugin.

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Written by cy66klop

22. Mai 2008 um 8:00

Veröffentlicht in Ich mache die Szene

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2 Antworten

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  1. Nun, die Welt ist nicht schwarz und weiß und die Wahrheit liegt oft im Auge des Betrachters.
    Wenn man eine große Website plant ist onPage mehr als nur 40%. Es ist das Fundament, und wenn meine Website schlecht organsiert ist, eine schlechte interne Verlinkung aufweist, die Informations-Architektur suboptimal ist, und sie schlecht konvertiert, nutzen die alle Links nichts.
    SEO bedeutet immer zuerst die beste Website zum Thema sein zu wollen. Weil Google will die beste Seite für den Nutzer finden. Wenn man einfach nur Links sammelt kann am zwar erfolgreich ranken, aber keine Nutzer gewinnen.
    Sorry, aber Du schlägst hier einen harten Ton an. Vielleicht überlegst Du Dir mal für wen Websites gemacht werden. Ich zumindest baue diese nicht, damit Sie dem Google-Algo von 2008 gefallen, sondern ich baue Sie um Nutzer zu gewinnen. Und Google kann mir hier helfen, einen guten Schritt Richtung User Centered Desing zu gehen.
    Deswegen solltest Du immer das Ziel einer Website im Auge haben. Wenn man unbedingt zu Kredite etc. gefunden werden will und eine kleine Vergleichsseite dazu hat, hast Du absolut recht. Es gibt aber sehr viele andere Szenarien und da kann man einfach nicht pauschalisieren.
    Und das Beispiel von Nina war in dem konkreten Kontext absolut sinnvoll. Ob es in dem Kontext auch sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen, den hast Du hier ja nicht dargelegt. Und jeder Zuhörer muss zumindest mal die Vorträge in seinen Kontext einordnen und prüfen, ob Sie dann hilfreich waren. Für Dich war der Vortrag wohl offensichtlich nicht hilfreich, schade für Dich. Aber warum zahlst Du auch 700 Euro für eine Veranstaltung, wenn Du doch so gut bist. Hättest Dich ja einfach mal als Speaker bewerben können, oder hat es dafür nicht gereicht? Nicht für ungut, aber Dein Ton ist schon wirklich sehr hart. Ich hoffe, Du gehst ebenso mit der Kritik um…

    Jens

    23. Mai 2008 at 9:40

  2. Naja … wenn Du auf T-Online anspielst. Klar, da hast Du andere Voraussetzungen, da macht aber OnPage trotzdem keine 40 Prozent aus. Du darfst da die freiwillige Verlinkung Deines Brötchengebers nicht vergessen. Ohne Links helfen Dir Deine knapp 2 Mio. Seiten der Hauptdomain auch nicht, weil der Spider gar nicht soweit rein kommt. Da kannst Du OnPage Optimieren bist Du schwarz wirst. Entschuldigung … ich will jetzt T-Online nicht BH unterstellen … ähmmm … Linkkauf.

    Der Vortrag war nach meiner bescheidenen Meinung und Erfahrung ( > 10 Jahre im Biz) nicht besonders optimal, die Beispiele an den Haaren herbeigezogen. Vielleicht kannst Du mir die zentrale Frage beantworten: Was haben die beiden vorgestellten Beispiele konkret gebracht? Ein klein wenig Aufmerksamkeit in der Szene vielleicht, Karl Heinz Otto Normal hat die Meldung nach einer Stunde vergessen. Rund 400 vielleicht, die täglich weniger wert werden.

    Gehen wir davon aus, eine Agentur würde eine solche Aktion einen Kunden verkaufen. Was würde das dem Kunden Kosten? 4.000 … 5.000 Euro realistisch geschätzt. Bei diesem Ergebnis?

    Linkbait geht in DE (Nina schreibt selber wieviele aktive Yigger es gibt) nicht und in den Staaten nur begrenzt.

    Ich will nicht wissen wieviel Tchibo für die Detektiv-Aktion hingelegt hat und was da rausgekommen ist. Effektiv meine ich.

    Was da an Vorträgen runtergerasselt wurde … ich glaube die Tiefe kannst Du sehr gut einschätzen.

    Ach und lieber Inhaus-SEO. Ich bin ganz gern im Hintergrund. Da arbeitete ich sehr effektiv. Da „te“, weil ich mich zur Ruhe gesetzt habe. Jetzt suche ich mir ein Hobby. Vielleicht wird es ja die Beobachtung der selbsternannten SEO-Szene in Deutschland.

    cy66klop

    23. Mai 2008 at 12:33


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